Sonntag 16.06.19, 08:05 Uhr

Bildung offensiv demokratisch gestalten

Antworten auf Versuche bildungspolitischer Einflussnahme von rechts

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften (GEW) lädt am Montag, den 24. Juni um 18.30 Uhr im BlueSquare, Kortumstraße 90 zu einer Veranstaltung ein mit dem Titel “Bildung offensiv demokratisch gestalten – Antworten auf den Versuch einer bildungspolitischen Einflussnahme von rechts”: »Auch im Bildungsbereich versuchen rechte Gruppen und Parteien ideologisch Fuß zu fassen. Dabei sind antifeministische Haltungen, Erziehung zur Männlichkeit und ein reaktionäres Familienbild nur ein Teil des Versuchs einer Diskursverschiebung nach rechts. Rassistische Positionen, eine völkische Ideologie und antidemokratische Positionen werden als vermeintlich neutrale Meinungen aufgetan. Eine Strategie der Rechten, wie der AfD ist es, durch Dienstaufsichtsbeschwerden an Schulen und Universitäten Lehrende in die Defensive zu treiben, wenn sie aktiv eine demokratische, freie und emanzipatorische Haltung vermitteln. Nicht nur in Schule und Universitäten wird hierbei eine Verletzung einer vermeintlichen Neutralitätspflicht herbei konstruiert. (weiterlesen)

Sonntag 16.06.19, 07:55 Uhr

Mit dem Geigerzähler durch Deutschland


Das Metropolis im Hauptbahnhof zeigt am Montag, den 24. 6. um 18:00 Uhr die Dokumentation “Ein strahlendes Land “. Wie gefährlich radioaktive Strahlung sein kann, weiß man spätestens seit Tschernobyl und Fukushima. Radioaktive Strahlung ist in Deutschland viel verbreiteter als wir glauben. Der Investigativjournalist Marvin Oppong ist mit einem Geigerzähler durch ganz Deutschland gereist auf der Suche nach radioaktiven Orten. Seine Reise führt ihn zu Nuklearanlagen, zu einem radioaktiv kontaminierten Einkaufscenter, auf Uranhalden in Ostdeutschland und zu einem strahlenden Bolzplatz neben einer Kita. Regisseur Marvin Oppong eird nach der Filmvorführung für ein Publikumsgespräch zur Verfügung stehen. Weitere Informationen über den Film.

Samstag 15.06.19, 16:21 Uhr

Bilder der Radwende-Demonstration

Weitere Bilder von der Radwende-Demo: (weiterlesen)

Samstag 15.06.19, 10:26 Uhr

Erinnerung an die Verbrechen
der Wehrmacht


Im Prinz Regent Theater wird am Sonntag, den 16. Juni um 18 Uhr das Stück “Die letzten Zeugen – Kinder im zweiten Weltkrieg” gezeigt. In der Ankündigung des deutsch-belarussisches Theater- und Hörspielprojekts nach dem Buch der Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch heißt es: »Swetlana Alexijewitsch sammelt und montiert in diesem „Roman der Stimmen“ die Kindheitserinnerungen Erwachsener aus der Zeit des NS-Terrors und der Verbrechen der Wehrmacht an der Zivilbevölkerung Weißrusslands. Eine Erinnerungsmontage für die Bühne zwischen Monolog und „chorischer Zeugenschaft“, die das Grauen der Kriegsrealität benennt und dem Wesen und Wirken des Erinnerns nachgeht. (weiterlesen)

Samstag 15.06.19, 06:00 Uhr
Radwege in der Innenstadt

Die Zukunft hat es schon einmal gegeben


Die roten Linien auf der Karte einer Verwaltungsvorlage aus dem Jahr 1966 zeigen, welche Radwege-Abschnitte auf dem Innenstadtring zu Parkplätzen für Autos werden sollen. Opel kam. Bochum wurde Autostadt. Opel war gestern. Heute startet um 12 Uhr eine große Raddemo vor dem Hauptbahnhof, die u. a. zum Ziel hat, die Fehlentwicklung zu korrigieren und die Parkplätze wieder zu Radwegen zu machen. Klaus Kuliga hat vor vier Jahren auf der Webseite des ADFC ausführlich beschrieben, wie hervorragend das Radwegnetz bis Mitte der 1960-er Jahre in Bochum aussah: Rad fahren in Bochum: Die Zukunft war gestern.

Freitag 14.06.19, 12:18 Uhr

“25 Jahre Tod von Halim Dener”

Am 21.6. lädt die Antifaschistische Linke Bochum ab 19:00 Uhr in das Provisorium, Dorstener Straße 17 zu einer Veranstaltung einmit dem Titel: „25 Jahre Tod von Halim Dener. Eine deutsche Geschichte“: »Halim Dener wäre heute 41 Jahre alt, hätte ihm nicht vor 25 Jahren, in der Nacht vom 30. Juni auf den 01. Juli, ein deutscher Polizist in den Rücken geschossen. Halim Dener wurde erschossen, weil er Plakate der kurdischen Befreiungsbewegung plakatierte. Er repräsentiert in seiner Person viele verschiedene Kämpfe, die hier und weltweit geführt werden – der Kurdistan-Konflikt, Krieg und Flucht, Repression linker Ideen und Organisationen sowie (rassistische) Polizeigewalt. (weiterlesen)

Donnerstag 13.06.19, 19:49 Uhr

Silke Helfrich „Frei, fair und lebendig”

Am Mittwoch, den 19. Juni, um 19.00, lädt der Bahnhof Langendreer gemeinsam mit der Rosa Luxemburg-Stiftung NRW zu einer Veranstaltung mit der Autorin Silke Helfrich ein, die ihr aktuelles Buch „Frei, fair und lebendig – Die Macht der Commons” vorstellen wird. Der Begriff „Commons“meint Ressourcen – zum Beispiel Wissen, Nahrung, Land Wasser – die aus Prozessen des gemeinsamen und bedürfnisorientierten Produzierens, Verwaltens, Pflegens und Nutzens hervorgehen („Commoning“). Das Buch gibt eine Einführung in das Verständnis von Commons und zeigt an konkreten Beispielen wie Wirtschaften und politisches Handeln durch eben diese Praktiken des „Commoning“ verändert werden können. Ziel des Buches ist es überkommene Denkmuster freizulegen und ein Programm für ein gelingendes Miteinander zu entwerfen. (weiterlesen)

Donnerstag 13.06.19, 16:16 Uhr

Unabhängige Beschwerde- und Informationsstelle Flucht“ (UBIF) startet

Im aktuellen Newsletter des Flüchtlingsrates NRW wird berichtet: »Nach dem Bekanntwerden von Misshandlungen von Flüchtlingen in nordrhein-westfälischen Landesaufnahmeeinrichtung im Jahr 2014 verabschiedete das damalige Ministerium für Inneres und Kommunales unter Beteiligung der Wohlfahrtsverbände und Nichtregierungsorganisationen ein Konzept für ein Beschwerdemanagement auf Landesebene. In der Folge wurde ein flächendeckendes Beschwerdeannahme- und -bearbeitungssystem für Flüchtlinge in Landesaufnahmeeinrichtungen etabliert. Auf kommunaler Ebene gibt es lediglich vereinzelt zentrale Anlaufstellen für Flüchtlinge, um Anregungen und Beschwerden vorzubringen. [..] Am 01.06.2019 startete nun das Pilotprojekt „Unabhängige Beschwerde- und Informationsstelle Flucht“ (UBIF) in Bochum. Es ist Teil des Transfernetzwerks „Soziale Innovation“ und basiert auf der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und einer engagierten Öffentlichkeit. Die bei der evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe angesiedelte UBIF soll Beschwerden und Informationen zur Situation und zu Problemen von Flüchtlingen in Bochum aufnehmen, Hindernisse und Probleme, die menschenwürdigen Lebensbedingungen und gesellschaftlicher Teilhabe von Flüchtlingen entgegenstehen, erfassen und Lösungsansätze entwickeln. (weiterlesen)

Mittwoch 12.06.19, 12:50 Uhr

Job mit Verfallsdatum ?

In Bochum haben derzeit rund 22.400 Beschäftigte einen befristeten Arbeitsvertrag. Das sind 13,7 Prozent aller ArbeitnehmerInnen in der Stadt, wie die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mitteilt. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf Angaben aus dem aktuellen Mikrozensus. „Es kann nicht sein, dass Unternehmer trotz der guten Lage am Arbeitsmarkt weiterhin so stark auf Befristungen setzen. Die Bundesregierung muss jetzt mit ihrem Versprechen Ernst machen und Zeitverträge per Gesetz eindämmen“, fordert Gabriele Henter von der IG BAU Bochum-Dortmund. (weiterlesen)

Dienstag 11.06.19, 21:26 Uhr
Interessengemeinschaft Grummer Teiche gegründet

“Grummer Teiche sind Schutzzone!”

Die Grummer Teiche sollen als Schutzgebiet gegen die Klimakrise gesichert werden. Das ist das Ziel der neu gegründeten “Interessengemeinschaft Grummer Teiche”, die auf Initiative von AnwohnerInnen ins Leben gerufen wurde. In einer Stellungnahme heißt es: »Das traditionsreiche Feuchtgebiet entlang des Grummer Baches liegt als Oase im Bochumer Nord-Osten. Das sogenannte Grumbecktal dient als wichtiges Frischluftentstehungsgebiet und zur Naherholung von tausenden Anwohnern. In Folge der Klimakrise bekommt die Teichlandschaft an heißen Tagen eine immer größere Bedeutung als kühlender Feuchtigkeitsspender des Ortsklimas. Die Interessengemeinschaft “Grummer Teiche” wurde im Mai 2019 von interessierten Anwohnern aus den Bochumer Stadtteilen Vöde und Grumme ins Leben gerufen. Sie will sich für den Erhalt der Kulturlandschaft, für die Naherholungsfunktion des Gebiets und die klima-stabilisierende Wirkung des Grünzugs sowie die Information der Bürger einsetzen. Das bewaldete Feuchtgebiet soll eine besondere Bedeutung bei der Bekämpfung des am 6. Juni 2019 vom Rat der Stadt Bochum ausgerufenen Klimanotstandes bekommen. (weiterlesen)

Montag 10.06.19, 14:41 Uhr

Mit Symbolpolitik gegen den Klimawandel

Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zu dem in Bochum ausgerufenen Klimanotstand: »Mit den Stimmen der SPD hat der Rat zu Beginn seiner Sitzung am 06.06.2019 den Klimanotstand für Bochum ausgerufen. Dabei hatte die Bochumer SPD vor der Europa-Wahl eine solche Resolution noch abgelehnt und dem grünen Koalitionspartner bei diesem Thema Populismus vorgeworfen.Wie ernst es der rot/grünen Koalition mit der in der Resolution angekündigten „Berücksichtigung der Auswirkungen auf das Klima bei jeglichen davon betroffenen Entscheidungen“ und der „Priorität der Entscheidungen, welche den Klimawandel oder dessen Folgen abschwächen“ wirklich ist, zeigte sich dann im weiteren Verlauf der Ratssitzung, als Rot/Grün sein „Leitbild Mobilität“ knapp zwei Wochen nach der Bürgerkonferenz 2019 zum Thema „Mobilität von morgen“ durchsetzte. (weiterlesen)

Montag 10.06.19, 07:21 Uhr

Seenotrettung im Mittelmeer


Am Montag, den 17. Juni wird im Kinocafé des Bahnhof Lamgendreer zunächst um 18.30 Uhr die Ausstellung “Zwischen gestern und morgen – Seenotrettung im Mittelmeer” der Fotografin Judith Büthe eröffnet. Um 19.15 Uhr ist anschließend im endstation.kino der Dokumentarfilm “Die Mission der Lifeline” von Markus Weinberg zu sehen. (weiterlesen)

Sonntag 09.06.19, 16:02 Uhr

Mindestlohn für Musiker*innen!?

Unter dem Titel „Mindestlohn für Musiker*innen! Was ist uns Livemusik wert?“ veranstaltet das Musiksyndikat Ruhr in Kooperation mit der Rotunde am Sonntag, dem 16. Juni, ab 17 Uhr eine Podiumsdiskussion. Zum Thema diskutieren in der Rotunde: Milli Heuser (freie Musikerin), Bertram Frewer (Kulturbüro Bochum), Jörg Obereiner (stellv. Vorsitzender im Kulturausschuss beim RVR) und Sven Nowoczyn (Veranstalter). In der Einladung heißt es: »Wer ins Musikforum geht, hat selbstverständlich eine Karte gekauft, wer in einer Kneipe Livemusik erlebt, wird sehr häufig um eine Spende gebeten und wenn es gut läuft, kommt auch etwas Zählbares dabei herum. Wovon lebt der/die freie Musiker*in, der/die doch auch – wie der/die Musiker*in im Orchester – unser Leben so bereichern kann? Welche Wertschätzung erfahren frei lebende Musiker*innen? Wie sieht die öffentliche Finanzierung dieser freien Musikszene aus?«

 

Samstag 08.06.19, 11:45 Uhr

Ein feministisches Hauptquartier

Am Sonntag, den 16. Juni findet ein “Stadtrundgang durch ein feministisches Hauptquartier in Bochum”. Treffpunkt ist um 16 Uhr im atelier automatique, Rottstraße 14. Im Fokus der aktuellen Ausstellung »Emanzenexpress – gemeinsam sind wir gemeiner« im atelier automatique stehen Beispiele feministischen Widerstands der 1980er und 90er Jahre in Bochum. Begleitend dazu bieten die Initiator*innen Eva Busch und Julia Nitschke darum Führungen durch das in der Nachbarschaft des atelier automatique liegende Rottstraßen-Viertel in Bochum an, da sich dort viele wichtige Orte der damals feministischen Bewegung befinden. U.a. war dort der ehemalige Frauenbuchladen Amazonas über viele Jahre hinweg ein wichtiges Zentrum der autonomen FrauenLesbenbewegung. Das regelmäßig vom Frauenbuchladen herausgegebene Programmheft namens Fraueninfo wurde neben zahlreichen Flyern und Postern auch in der Druckerei Versalis gedruckt, deren ehemalige Räumlichkeiten heute die Werkstatt des atelier automatique beherbergen. (weiterlesen)

Samstag 08.06.19, 11:33 Uhr

Selbstbestimmung & Arbeit

Bestimmt die Arbeit uns oder wir die Arbeit?

Am Montag, den 17. Juni findet um 19 Uhr im Provisorium, Dorstener Straße 17 eine Veranstaltung zum Thema “Selbstbestimmung & Arbeit – Bestimmt die Arbeit uns oder wir die Arbeit?” Es diskutieren: Kai Lindemann (DGB-Bundesvorstand, Grundsatzabteilung), Kirsten (Stadt für alle) und Stephan Siemens (Meine Zeit ist mein Leben). In der Einladung heißt es: Unsere Arbeitswelt befindet sich im Wandel und wir haben unsere produktiven Fähigkeiten in den letzten Jahrzehnten grundlegend weiterentwickelt. Weithin ist von Digitalisierung, Flexibilisierung, Teamwork und neuen Arbeitsorganisationsformen die Rede. (weiterlesen)

Freitag 07.06.19, 13:10 Uhr

Hau-ab-Gesetze heute im Bundestag

Der Flüchtlingsrat NRW erklärt: »Die Große Koalition will heute – im Rahmen eines unwürdigen und völlig inakzeptablen parlamentarischen Schnellverfahrens –ein gewaltiges weiteres „Asylpaket“ durch den Bundestag bringen. Die Auswirkungen dieser Gesetzesvorhaben auf Flüchtlinge sind in ihrer Dramatik kaum zu überschätzen. Umso unverständlicher ist es, dass keine ausführliche Debatte stattfindet. Im Gegenteil, Einwände von Sachverständigen werden einfach ignoriert. In Fortführung der restriktiven Politik seit 2015 werden Flüchtlinge immer weiter ausgrenzt und entrechtet.Aufgrund des von der Bundesregierung propagierten angeblichen „problematischen Missstandes“ beider Durchsetzung der Ausreisepflicht gerät die Wahrung der Rechte von Schutzsuchenden vollkommen aus dem Blick. „Offensichtlich möchte die Bundesregierung mit einer autoritären Politik, bestehend aus symbolpolitischen Schnellschüssen, die rechtsstaatlichen Prinzipien missachten und massive Auswirkungen auf die Situation Schutzsuchender haben, Handlungsfähigkeit simulieren“, so Birgit Naujoks, Geschäftsführerin des Flüchtlingsrates NRW. (weiterlesen)

Donnerstag 06.06.19, 18:23 Uhr

Berichte von Frauen, die nicht
in Deutschland geboren sind

Am Sonntag, den 16. Juni steigt in Langendreer das jährliche Stadtteilfest „Bänke raus!“ Die Naturfreundejugend NRW, das Netzwerk Flüchtlinge Langendreer und Seebrücke Bochum laden in das Naturfreundezentrum, Alte Bahnhofstr. 175 und werden Frauen zu Wort kommen lassen, die nicht in Deutschland geboren sind. In der Einladung heißt es: »Um 14:00 Uhr spricht  Adjovi Bonconvi. Sie hat ihr Herkunftsland Togo verlassen, weil sie als Frau dort nicht so leben konnte, wie sie wollte. Hier setzt sie sich besonders für die Belange von geflüchteten Frauen und Mädchen ein und informiert über die Situation in Togo und die dortigen Kämpfe gegen patriarchale Gewalt. Sie spricht mit uns auch über ihre Erfahrungen mit geschlechtsspezifischen Fluchtgründen wie Zwangsheirat, Polygamie, Beschneidung und über die Lebensrealitäten geflüchteter Frauen in Deutschland. (weiterlesen)


Terminmitteilungen bitte an
redaktion@bo-alternativ.de